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World of Tanks Update 9.20.1: Verbesserungen am Matchmaker

Habt ihr schon einmal auf Himmelsdorf gegen ein Team gespielt, das mehr schwere Panzer hatte als ihr? Oder ist euch der Sieg auf einer offenen Karte durch die Finger geronnen, weil das andere Lager mit mehr mittleren Panzern gesegnet war? Das Update 9.20.1 räumt mit diesen frustrierenden Szenarien auf, indem der Matchmaker einen zusätzlichen Parameter erhält: Fahrzeugrollen. Im Klartext haben wir ihm beigebracht, beispielsweise den Unterschied zwischen einem Maus und einem IS-7 zu erkennen. Er zieht sie jetzt gesondert in Betracht. Damit zwei gleichmäßige Teams entstehen, stellt er ersteren gegen andere schwer gepanzerte Panzer (wie E-100, Typ 5 Schwer, usw.), während der IS-7 gegen T110E5, FV215b oder ähnliche antreten darf. Betrachten wir das Ganze genauer!

Wie funktioniert das Ganze?

Neben der Balancierung der Teams nach Fahrzeugklassen (SFL, leichte Panzer und Jagdpanzer) und Zügen, betrachtet der Matchmaker jetzt die für jeden Panzer vorgesehene Rolle im Kampf und stellt sicher, dass auf jeder Seite eine vergleichbare Anzahl Fahrzeuge mit derselben Rolle steht. Eine Abweichung mag vorkommen, diese beträgt aber höchstens ein Fahrzeug.

Wer eine Auffrischung braucht, wie der Matchmaker funktioniert, wird HIER fündig.

 

Im Grunde genommen gleicht der neue Parameter die Anzahl an Selbstladern, gut geschützten Jagdpanzern und schweren Sturmpanzern über die Teams an. Indem er sie gleichmäßig auf beiden Seiten verteilt, geht der verbesserte Matchmaker ein weiteres, häufig von euch angesprochenes Anliegen an. Mittlere und schwere Panzer werden nicht mehr zufällig verteilt. Da Klassen in kleinere Gruppen aufgeteilt werden, in denen Fahrzeuge mit einem ausgeprägten Spielstil zusammengefasst werden, stehen sich mittlere Panzer mit einer bestimmten Rolle gegenüber. Das gleiche gilt für schwere Panzer. Einseitige Paarungen, bei denen fünf Bat.-Chats fünf Mäuse auf Steppen jagen, gehören der Vergangenheit an.

Wir haben größtmögliche Anstrengungen unternommen, sicherzustellen, dass ein Ausgleich nach Fahrzeugrolle keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Matchmakings hat. Macht euch also keine Sorgen, die Wartezeiten bleiben unverändert. Was sich verbessern sollte, ist die allgemeine Qualität der Spiele, da Fahrzeugrollen die Wahrscheinlichkeit verringern, dass ein Team durch schieres Glück die Oberhand gewinnt. Gleichzeitig sind die Teamaufstellungen nicht identisch, jedes Gefecht wird also eine einzigartige Erfahrung sein, dessen Ausgang im Wesentlichen von Taktik und Zusammenspiel abhängt.

Zu guter Letzt versucht der Matchmaker sicherzustellen, dass beide Teams hinsichtlich der Anzahl an Zugspielern und deren Fahrzeugstufen gleichmäßig erstellt werden – das ist seine oberste Priorität. Allerdings berachtet er die Zugfahrzeuge noch nicht nach Rollen. Stattdessen füllt er die gegenüberstehenden Teams mit eigenständigen Fahrzeugen auf – wenn die aktuelle Zusammensetzung der Warteschlange dies ohne längere Wartezeit erlaubt. Hat ein Team beispielsweise einen Zug mit mittleren Selbstlade-Panzern, wird der Matchmaker einen Zug mit mittleren Panzern dagegen paaren. Dann versucht er, eigenständige Selbstladepanzer als Gegenpart zu finden, um die Siegchancen auszugleichen. Sind keine Selbstlader in der Warteschlange, wird ein Gefecht erstellt, um längere Wartezeiten zu vermeiden.

Fahrzeugrollen

Betrachtet man die Art und Weise, wie leichte Panzer und Selbstfahrlafetten kämpfen, macht es wenig Sinn, diese beiden Klassen in kleinere Gruppen rund um bestimmte Rollen aufzuteilen. Der Spielstil leichter Panzer dreht sich ums Aufklären und alle haben diese Rolle, egal, ob sie dies stehend aus der Deckung spähen, oder indem sie auf dem Schlachtfeld umherflitzen. Eine bestimmte Gruppe leichter Panzer macht das gegnerische Team nicht eurem überlegen, solange beide Teams etwa gleich viele haben, und das gewährleistet der Matchmaker. Gleiches gilt für Selbstfahrlafetten: sie alle sind Langstrecken-Unterstützungsfahrzeuge.

Bei Jagdpanzern, mittleren und schweren Panzern ist es eine völlig andere Geschichte. Nehmen wir zum Beispiel mittlere Panzer mit starken Geschützen und mäßiger Panzerung. Sie sind als Unterstützungsfahrzeuge vorgesehen. Ihre Kameraden mit starkem Panzerschutz, aber mäßiger Beweglichkeit und Feuerkraft entfalten ihr volles Potential in der Angriffsrolle. Es gibt eine ganze Reihe von mittleren Panzern mit Selbstladegeschützen, die Gegner in kürzester Zeit zerlegen können. Zu guter Letzt eigenen sich andere für mehr als nur eine Rolle, was sie recht universell macht.

Nach eingehender Analyse der wichtigsten Werte und Kampfleistungen der Jagdpanzer, mittleren und schweren Panzer, haben wir die Hauptrollen für jede Klasse auf den Stufen VIII bis X festgelegt. Der folgende Aufbau ist noch nicht endgültig. Wir wollen eure Überlegungen zur Klassifikation und den zugrundeliegenden Kriterien (Panzerung, Feuerkraft und Beweglichkeit) hören. Anhand dieses Feedbacks können wir sie überarbeiten und Rollen für mittlere und niedrige Stufen einführen.

Aber es gibt noch mehr

Die Verbesserungen am Matchmaker hören nicht bei der Einführung der Fahrzeugrollen auf. Daneben sind wir die Probleme angegangen, die von euch am häufigsten vorgebracht wurden:

  • Höhere Chancen für Zugspieler, an die Spitze der Liste gesetzt zu werden: Ursprünglich wurden die Chancen, an die Spitze gesetzt zu werden, verringert, um ärgerliche Szenarien zu vermeiden, bei denen Züge im Alleingang den Ausgang des Gefechts entscheiden. Als unmittelbare Reaktion auf das Community-Feedback erhöhen wir diese Chance etwas, damit ihr und eure Zugkameraden hin und wieder an der Spitze kämpfen könnt. Dadurch ergeben sich keine drastischen Änderungen bei den Zufallsgefechten, es bietet aber mehr Vielfalt für die Zugspieler.
  • Gleiche Chancen für verschiedene Fahrzeugklassen, an der Spitze/Mitte/Ende der Liste zu gelangen: Vielleicht habt ihr schon bemerkt, dass schwere und mittlere Panzer viel zu oft in einstufigen Gefechten landen, während Selbstfahrlafetten und Jagdpanzer öfter in ±2- und ±1-Aufstellungen landen. Wir haben den Matchmaker angepasst, damit alle Fahrzeugklassen gleiche Chancen haben.
  • Optimierte Teamerstellungslogik: Nach etwas zusätzlichem Tuning werdet ihr mehr 3/5/7- und 5/10-Teams sehen und somit ein angenehmeres Spielerlebnis haben.
  • Mehr Großgefechte: Wir haben die Chancen, in ein Großgefecht zu gelangen, gesteigert, damit mehr Spieler das neue Format ausprobieren können.

Wir haben viel Arbeit in diese Verbesserungen gesteckt und sind gespannt, was ihr davon haltet. Euer Feedback ist unerlässlich für die Weiterentwicklung des Matchmakers. Wenn ihr Vorschläge oder Fragen hab, stellt diese auf jeden Fall im Forum.

4 Kommentare zu World of Tanks Update 9.20.1: Verbesserungen am Matchmaker

  1. Na da geht doch was, für ein besseres Matchmaking wäre ich sogar bereit ein bischen auf ein Match zu warten. 🙂

    • Ich hab die GB abgeschaltet. Musste abends (glaub letzten Freitag so gegen 23:00) geschlagene 2:50 Min in meinem IS7 in der Quere warten, nur um am Ende doch in nem 3/5/7 zu landen. Eine Stunde zuvor bin ich nach 10 Sek. dauernd in T10 Matches gelandet.

      Zumindest hören sich die Änderungen vernünftig an. Es wird genau daran gearbeitet, was ich persönlich aktuell auch bemängel. Vllt. packen Sie es ja auch noch, dass die Panzer dann auch noch gleich aufgeteilt werden (wenn nicht im Platoon unterwegs) und somit die eine Seite nicht nur Mäuse und die andere Seite nicht nur Type5 bekommt.

  2. Der neue MM muss sich ersteinmal beweisen. Ich lass mich überraschen.

  3. Der MM ist ja noch nicht so alt,an ihm werden ja Verbesserungen durchgeführt die auf das Feedback der Community beruhen. Glaub ich mal so 🙂
    Lassen wir uns überraschen denn in der Zukunft wird an ihm bestimmt noch die eine oder andere Schraube nachgezogen. 😉

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