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Das Wort zum Sonntag mit dem Thema “Kampfpanzer 50t” und dem “Kanonenjagdpanzer” von Zhenwu

Hallo zusammen!

Leider etwas spät, aber ich vorher keine Zeit diesen Artikel zu veröffentlichen, zumindest was den Anteil “Kampfpanzer 50t” angeht, gestern, ist aber noch ein interessantes Video (zum Thema “Kanonenjagdpanzer) bei mir aufgetaucht, so dass ich mich entschlossen habe diesen Artikel zu schreiben, aber alles erstmal der Reihe nach und wir fangen an mit dem Kampfpanzer 50t.

Vor einer Woche wurde der Kampfpanzer 50t vorgestellt (siehe Link) und ich als “Hobbyhistoriker” und “Panzernerd” muss sagen, dieser Panzer hat mich stutzig gemacht, denn meines Wissens wurde nach dem 2. Weltkrieg die Panzerprojekte nicht mehr nach Gewicht betitelt, sondern eher nach anderen Kriterien wie Abkürzungen, Kaliber der Hauptbewaffnung und Jahr des Beginns der Studie bzw. Dekade wann die Studie Serienreife erreichen sollte. Das einzige was auch nur annähernd an diesen Panzer herankommen wurde, wäre eine Zeichnung aus dem Buch “Panzer der Bundeswehr und ihrer Verbündeten” von General Ferdinand Maria Johann Fridolin von Senger und Etterlin, dieses Buch wurde von ihm im Jahr 1958 geschrieben und zu diesem Zeitpunkt war er der G3-Stabsoffizier der Panzerlehrbrigade 9 in Munster.

Die Zeichnung vom “Kampfpanzer 30t” von General Ferdinand Maria Johann Fridolin von Senger und Etterlin

Allerdings wurde diese Zeichnung als Kampfpanzer 30t bezeichnet, wohlgemerkt Zeichnung und genau diese Zeichnung spiegelt die Vorstellungen des Autos wieder und keine konkrete Designstudie, heißt dieser Panzer ist reine Fantasie gewesen. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, dass es vielleicht doch noch eine Blaupause oder Designstudie zu diesem Panzer gibt nur das WG diese umbenannt hatte und es vielleicht einen Leopard 1 Vorserienprototypen gab der eine 105mm Kanone, das einzige was ich fand war dies hier:

Ein Standardpanzer der Serie II, Prototyp des Leopard 1 aus dem Jahr 1963

Lange Rede gar kein Sinn, noch nicht mal dieses Modell sieht dem Kampfpanzer ähnlich und da selbst der Leopard 1 mit allen Vorserienmodellen und Prototypen die britische 105mm/L7 Kanone tragen sollten, fing ich an nach einer Rheinmetall 105mm Kanone, diese Suche verlief in einer Sackgasse, ich schaute mir die Eigenschaften des Kanone an und dachte mir: “320 Alphaschaden…vielleicht hat jemand eine 10,5cm Kw.K. der Wehrmacht benutzt…”, allerdings gab nur eine einzige Panzerentwicklung in den 50er Jahren durch Porsche, der Indienpanzer, aber nur auf dem Papier und es gab auch keine 10,5cm KwK in der Wehrmacht, diese Kanone(n) waren reines Wunschdenken des OKH/OKW, denn es gab nur 8,8cm KwKs oder direkt 12,8cm KwKs bzw. PaKs. Insgesamt kann man sagen, ja dieser Panzer ist auch wiedermal ein Fake und so historisch genau wie der Waffenträger auf E-100. Selbst SilentStalker ist aus der Gruft gestiegen um sich zu dem Panzer zu äußern (siehe Link). In diesem Sinne: “Danke WG! Für einen weiteren Bullshitpanzer!”

Über Gaijin, Wargaming und den Kanonenjagdpanzer:

Ich weiß man sollte Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, aber in diesem Fall kann ich es mir nicht verkneifen, abgesehen davon geht nur darum wie lange das Balancing von WG/Gaijin braucht. Nun diese Woche fiel mir etwas interessantes auf, in beiden Spiele gibt es den Kanonenjagdpanzer und in beiden Spielen wurde er gebufft, aber erstmal zu World of Tanks:

In World of Tanks wurde der Kanonenjagdpanzer mit der historischen 90mm Kanone Mitte 2015 veröffentlicht und da WG immer korrekt arbeitet, war dieser Panzer von Anfang an auch 100% historisch korrekt, denn mit Einführung des Kanonenjagdpanzerpanzer bei der Bundeswehr war die 90mm Kanone schon veraltet und nutzlos und als Standardmunition war HEAT und HESH vorgesehen. WG hat etwa 3 Jahre gebraucht um den Panzer zu buffen und zu überarbeiten, dazu muss man aber sagen, dass die 105mm Kanone historisch korrekt ist (zumindest irgendwie), da die Entwickler dieses Panzer der Meinung waren die 105mm/L7 Kanone würde in den Panzer passen.

In War Thunder war er ursprünglich als Jagdpanzer nach dem Jagdtiger vorgesehen, damals in Patch 1.53 im November 2015 erschien er mit dem BR von 7,7 und auch hier hat Gaijin, genauso wie WG, zu 100% historisch korrekt gehandelt, denn auch dort schwächelte die Kanone, zumindest mit der Stock-Munition und nun ist er auf dem BR von 6,7 und laut PhlyDaily (welcher auch der Grund ist warum mir dies auffiel) hat dies etwas mehr als 2,5 Jahre gedauert (präszise 2,8 Jahre und nicht wirklich kürzer als WG mit seinen 3 Jahren) und der Panzer ist nun auf der gleichen Stufe wie der Ru251 nur schlechter.

Hier das Video von PhlyDaily:

Also man könnte also sagen, dass deutsche Panzer im Schnitt frühestens nach 2,5 – 3 Jahren gebufft bzw. überarbeitet werden, wobei es egal ist ob bei WT oder WoT…ich sage mal so, die Hoffnung stirbt zuletzt!

In diesem Sinne euch einen schönen Sonntag.

5 Kommentare zu Das Wort zum Sonntag mit dem Thema “Kampfpanzer 50t” und dem “Kanonenjagdpanzer” von Zhenwu

  1. Ich dachte zuerst bei dem Belohnungspanzer handelt es sich um den Kampfpanzer 70… Nur anders benannt, aber das macht ja wenig Sinn

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kampfpanzer_70?wprov=sfla1

  2. was solls. WG hat genug Quellen an die wir so einfach nicht rankommen, und hat auch shcon oft genug Panzer auf Basis von Zeichnungen und SKizzen gemacht – wie die ganzen hochstufigen Polen, alles nur theoretische Forschungen von Studenten. Da kommt diese Zeichnung eines AUtors recht nah ran. Ist für mich also kein Fake.
    Eine reine Erfindung wie der WT ist damit finde ich auch nicht gleichzusetzen.

    Außerdem ist WG schon länger nicht mehr 100% historisch, zugindten von Balancing aber auch Panzervielfalt, und ich sehe KEIN Problem in mehr Panzern, noch dazu deutschen 😉

  3. Das Ding ist einfach, warum Fake Panzer einfügen, wenn es reale Prototypen gibt…macht keinen Sinn

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